Bund der Steuerzahler NRW - Hü und hott im Hausmannsfeld

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21.12.2012

Hü und hott im Hausmannsfeld

Vorfahrtregelungen in Oberhausen haben kurze Halbwertzeit


(Foto: BdSt NRW)
Erst hü, dann hott – so lässt sich die Verkehrspolitik in Oberhausen in wenige Worte fassen. Auf einer Straße wurde die Rechts-vor-links-Regelung aufgehoben, nur um zwei Jahre später wieder eingeführt zu werden. Die Anwohner schütteln die Köpfe.

Oberhausen. Auf der Straße „Hausmannsfeld“ in Oberhausen wurde im Sommer 2011 die Rechts-vor-links-Regelung aufgehoben, die Straße wurde zur Vorfahrtstraße. Hintergrund war eine Untersuchung der Vorfahrtregelungen in allen Tempo-30-Zonen. Ein Gremium aus Polizei, Straßenverkehrsbehörde, Verkehrsbetrieben, Gutachter und Verkehrsplanung hatte diese Untersuchung begleitet.

Die Anwohner waren von der neuen Vorfahrtregelung alles andere als begeistert. An der Straße „Hausmannsfeld“ liegen mehrere Kindergärten und eine Schule. Die Beschwerden der Bürger stießen bei der Bezirksvertretung auf offene Ohren: SPD, Die Grünen und FDP stellten einen gemeinsamen Antrag, auch im „Sinne der Schulwegsicherung“, wie die Stadt Oberhausen angibt, die Vorfahrtregelung zu ändern. Dies beschloss die Bezirksvertretung im Sommer 2013. Daraufhin wurde die Beschilderung geändert, und an jeder der zahlreichen Straßeneinmündungen im Hausmannsfeld machte forthin ein Papp-Polizist samt „Achtung!“-Zeichen und „Vorfahrt geändert“-Schild auf die neue Regelung aufmerksam.

Gekostet hat das ganze übrigens nichts. Die Stadt Oberhausen hat mit den Wirtschaftsbetrieben Oberhausen einen Leistungsvertrag geschlossen, der die Änderung der Vorfahrtsregelung mit einschließt. Die entfernten Verkehrsschilder werden an anderer Stelle wiederverwendet.
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