Bund der Steuerzahler NRW - Zwei Radwege: Kölner Radfahrer sehen doppelt

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16.04.2018

Zwei Radwege: Kölner Radfahrer sehen doppelt


(Foto: J. Bergendahl, Die NRWNachrichten)
War das wirklich notwendig? Im Zuge der Erneuerung der Ampelanlagen entlang der Wilhelm-Sollmann-Straße in Köln wurde ein neuer „Radschutzstreifen“ angebracht. Der alte, breitere, kombinierte Radweg direkt daneben bleibt aber ebenfalls aktiv.

Köln-Longerich meint es seit Dezember 2017 besonders gut mit seinen Rad fahrenden Bürgern: Für rund 8.000 Euro wurde ein „Fahrradschutzstreifen“ auf der Fahrbahn markiert. Jetzt haben Radfahrer die Wahl, ob sie direkt neben den Autos oder wie bisher auf dem geteilten Rad- und Fußweg fahren möchten.

Die Stadt begründet die zusätzliche Fahrspur für Radler damit, dass es durch die direkte Führung auf der Fahrbahn keine potentiellen Konflikte mit Fußgängern mehr gibt. „Zudem bietet die Führungsform mit Schutzstreifen auf der Fahrbahn für den linksabbiegenden Fahrradverkehr einen großen Gewinn: Zum einen wird der Radverkehr nun im Sichtfeld des Kraftfahrzeugverkehrs geführt und zum anderen muss er zum Abbiegen nicht mehr die Fußgängerüberwege nutzen.“ Dies sei ein verbesserter Komfort und Sicherheitsgewinn für den Radverkehr.

So mancher Anwohner sieht das anders:  Der nun schmalere Fahrweg sei für die Autofahrer eine Einschränkung, und die unmittelbare Nähe zu den Autos sei für die Radler ein Risiko. „Ich habe noch keinen Radfahrer auf der Straße gesehen“, erzählt ein Anwohner, „die nehmen alle weiterhin den alten Radweg.“
Auch während der Vor-Ort-Recherche des BdSt haben alle Radfahrer den alten Weg auf dem gemeinsamen Rad- und Fußweg genommen. Es sieht so aus, als hätte Köln diese 8.000 Euro sinnvoller investieren können.
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