Bund der Steuerzahler NRW - Was das Wohnen in der Region Aachen/Eifel kostet

Stadt & Land > Grundsteuer B
14.07.2017

Was das Wohnen in der Region Aachen/Eifel kostet

BdSt NRW untersucht Entwicklung der Grundsteuer B.


(Foto: singkham/fotolia)
In diesem Jahr gehört Erkelenz mit einer Grundsteuer B von 420 Punkten zu den vier Kommunen in der Region Aachen/Eifel mit den niedrigsten Hebesätzen. Vor zehn Jahren zählten Kreuzau und Titz mit eben diesem Hebesatz zu den fünf teuersten Kommunen in der Region. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) NRW hat die Entwicklung der Grundsteuer B für die Städteregion Aachen sowie die Kreise Heinsberg, Düren und Euskirchen untersucht.

Den höchsten Hebesatz in der Region hat Hürtgenwald mit 926 Prozentpunkten und ist damit NRW-weit die drittteuerste Kommune. Den günstigsten Hebesatz kann Wassenberg (413 Punkte) vorweisen. Zum Vergleich: Den NRW-weit niedrigsten Hebesatz verlangt Harsewinkel (260 Punkte).

Vergleicht man die Kreise in der Region, stellt man fest: Im Kreis Düren ist das Wohnen steuerlich gesehen am teuersten. Der durchschnittliche Hebesatz beträgt 634 Punkte. Dazu tragen im wesentlichen Hürtgenwald, Inden und Aldenhoven bei, die in der Region die höchsten Hebesätze haben. Günstigste Kommune ist Merzenich (429 Punkte). Auffällig ist, dass im Kreis Düren mehrere Kommunen die Grundsteuer B massiv erhöht haben. Spitzenreiter, auch für die ganze Region, ist Langerwehe mit einem Plus von 207 Punkten (=50 Prozent).

Mit einem Durchschnittshebesatz von 558 Punkten folgt die Städteregion Aachen. Die beiden teuersten Kommunen bei der Grundsteuer B sind Alsdorf (695 Punkte) und Monschau (645 Punkte). Am günstigsten für die Steuerzahler ist Baesweiler (430 Punkte). Eine vergleichsweise moderate Erhöhung der Grundsteuer B gab es in Roetgen (+25 Punkte).

Im Kreis Euskirchen liegt der durchschnittliche Hebesatz bei 549 Punkten. Negativer Spitzenreiter ist Zülpich (750 Punkte). Hier stieg der Hebesatz kreisweit am stärksten, nämlich um 130 Punkte. Die niedrigste Grundsteuer B im Kreis zahlen die Bürger mit 450 Punkten in Blankenheim, Dahlem und Nettersheim.

Am günstigsten wohnen die Steuerzahler im Kreis Heinsberg. Der durchschnittliche Hebesatz beträgt 492 Punkte. Das teuerste Pflaster liegt in Übach-Palenberg (695 Punkte), die günstigste Kommune im Kreis ist zugleich der positive Spitzenreiter in der ganzen Region: Wassenberg (413 Punkte). Positiv fällt auf, dass im Kreis Heinsberg keine Kommune in diesem Jahr die Grundsteuer B erhöht hat.

Der BdSt NRW betrachtet die stetige Verteuerung des Wohnens mit Sorge. Er hat ein Maßnahmenbündel zusammengestellt und dem Landtag vorgelegt, das den Kommunen helfen soll, ihre Finanzen zu ordnen und die Bürger vor weiteren Belastungen zu schützen.

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