Bund der Steuerzahler NRW - Nationalpark in Ostwestfalen-Lippe kommt nicht

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21.12.2012

Nationalpark in Ostwestfalen-Lippe kommt nicht

Projekt hatte viele Gegner – nun werden die Pläne zu den Akten gelegt.


(Foto: dieter76/Fotolia)
Nationalpark Teutoburger Wald und Eggegebirge/Senne – wer kann dazu schon „nein“ sagen, fragte der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (BdSt/NRW) im März 2012. In der Tat fand er unterschiedliche Personen und Institutionen, die das Projekt der Landesregierung ablehnten. Der Verein selbst sah den Nationalpark ebenfalls kritisch. Nun ist das Projekt laut Presseberichten Geschichte.

Ostwestfalen-Lippe. Eine gute Nachricht für die Steuerzahler: Das Vorhaben, weite Teile des Teutoburger Waldes und von Eggegebirge/Senne zum Nationalpark zu erklären, ist vom Tisch. Mit acht Millionen Euro Kosten für den Nationalpark Teutoburger Wald hätte das Land NRW im ersten Jahr rechnen müssen, mit sieben Millionen Euro in den weiteren Jahren. Der Nutzen eines Nationalparks in Ostwestfalen-Lippe dagegen war stark umstritten – auch der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (BdSt NRW) sah das Projekt kritisch.

Die Wirtschaft fürchtete negative Auswirkungen auf die Holz- und Forstwirtschaft, ob der Tourismus profitieren würde, ist sehr zweifelhaft, und die Kommunen, die von einem Nationalpark Senne betroffen wären, fürchteten um den dort gelegenen Truppenübungsplatz. Die Stadt Horn-Bad Meinberg und Stephan Prinz zur Lippe weigerten sich von Anfang an beharrlich, die Waldgebiete in ihrem Besitz einem Nationalpark zur Verfügung zu stellen. Schwierigkeiten gab es auch bei den Plänen des Landes, eigene Waldstücke mit denen des Landesverbandes Lippe zu tauschen. Ein solcher Tausch wäre rechtlich vermutlich nicht haltbar gewesen.

Ein Schlichter, der ehemalige Staatssekretär Günter Kozlowski, sollte helfen, die unterschiedlichen Positionen miteinander zu vereinbaren. Doch wie die Presse Ende Oktober berichtete, sind seine Bemühungen gescheitert, werden die Pläne für einen Nationalpark in Ostwestfalen-Lippe zu den Akten gelegt. Es sei nicht gelungen, eine konsensfähige Gebietskulisse für einen Nationalpark zu finden, so Kozlowski in den Zeitungen. Jetzt ist noch zu klären, welche Kosten dem Land für das bereits eingerichtete Nationalparkbüro in Bad Lippspringe entstanden sind und was in Zukunft mit der Einrichtung geschehen soll. Der Bund der Steuerzahler NRW recherchiert.
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