Bund der Steuerzahler NRW - Krefeld: Am Bockumer Platz droht Verschwendung

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13.05.2010

Krefeld: Am Bockumer Platz droht Verschwendung

Abbiegespur soll nach dreijähriger Schließung wieder geöffnet werden.

Die Bürger in Krefeld sind alarmiert: Es droht eine Verschwendung ihrer Steuergelder. Drei Jahre ist es her, dass die Rechtsabbiegespur am Bockumer Platz gesperrt und für 12.650 Euro ein Grünstreifen angelegt wurde. Ein Probelauf habe gezeigt, dass diese Sperrung zu keinen Verkehrsbehinderungen führe und der Platz damit schöner gestaltet werden könne, so die Verwaltung. Nichts desto trotz soll die Sperrung jetzt für 30.000 Euro wieder rückgängig gemacht werden. Ob es dazu kommt, entscheidet nun die Bezirksregierung, die von den Bürgern eingeschaltet wurde.

Krefeld. Die Steuergelder der Krefelder Steuerzahler scheinen in Narrenhänden zu liegen. Diesen Eindruck haben zumindest viele der Krefelder Bürger. Grund dafür ist das Hickhack rund um den Bockumer Platz beziehungsweise die dortige Rechtsabbiegespur Richtung Krefeld Zentrum.

Vor gut drei Jahren wurde dieser Rechtsabbieger, auch Bockumer Bypass genannt, zunächst probeweise für ein halbes Jahr gesperrt. Wer aus Norden kommend Richtung Krefeld Zentrum fahren wollte, musste nun bis zur Ampelkreuzung vorfahren und konnte erst dort abbiegen. Nach Angaben der Stadt ergab sich daraus aber kein Problem für den Verkehrsablauf. Also beschloss der Rat, den Bypass dauerhaft stillzulegen.

Die Bürger waren darüber uneins. Während die einen die endgültige Sperrung begrüßten, sammelten andere Unterschriften dagegen. Sie klagten über lange Rückstaus an der Ampel und legten Beschwerde beim Petitionsausschuss ein. Aber vergebens. Der Bypass wurde gesperrt und für 12.650 Euro ein Grünstreifen angelegt.

Nun soll für 30.000 Euro dieser Grünstreifen wieder beseitigt und die Sperrung aufgehoben werden - ohne dass es dafür verkehrspolitische Gründe gibt. Zumindest wurden dem Bund der Steuerzahler NRW auf Anfrage keine genannt. Die Krefelder Bürger ärger das maßlos. Sie beklagen sich heftig in zahlreichen Leserzuschriften an die lokalen Medien. „Diese Postenschacherei fördert die Politikverdrossenheit“, „Als Kleinunternehmer würden mich solche Entscheidungen die Existenz kosten“ und „Die Politiker sollten die entstandenen Kosten der Stadt Krefeld erstatten“ ist dort zu lesen.

Inzwischen hat auch die Bezirksregierung Wind von der Sache bekommen und eine Stellungnahme der Stadt Krefeld angefordert. Eventuell wird sie die Aufhebung der Sperrung verhindern. Zumindest wären dann die 12.650 Euro für den Bau und die 30.000 Euro für die Beseitigung des Grünstreifens nicht umsonst ausgegeben.
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