Bund der Steuerzahler NRW - Essen erhöht Budget für geplante Bushaltestelle

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01.08.2017

Essen erhöht Budget für geplante Bushaltestelle

106.000 Euro Mehrkosten am Halt fürs Schwimmbad Thurmfeld


(Foto: BdSt NRW)
Die Stadt Essen plante eine eigene Bushaltestelle für das neue Schwimmbad am Thurmfeld. Als sie teurer zu werden drohte, nahm die Stadt vorerst Abstand von ihren Plänen. Jetzt kommt die Haltestelle doch noch – die Stadt hat das Budget schlicht und ergreifend erhöht.

Essen. Das neue Schwimmbad am Thurmfeld am Rand der Essener Innenstadt ist schon heute gut mit Bus und U-Bahn zu erreichen. Die Stadt plante dennoch eine neue Haltestelle, die den Fußweg um wenige 100 Meter verkürzt und durch die sie weniger Parkplätze ausweisen musste. 270.000 Euro sollten die beiden Haltestellen samt neu anzulegender Fußgängerampel an der Bottroper Straße kosten. Der BdSt NRW berichtete.

Als die Angebote bei der Stadt eingingen, lag das günstigste allerdings um 76.000 Euro höher als kalkuliert. Weitere 30.000 Euro für Ingenieur- und Kleinleistungen hatte die Stadt in ihrer ursprünglichen Planung noch nicht berücksichtigt, sie kamen ebenfalls noch hinzu. Angesichts dieser Kostensteigerung legte sie die Pläne für die neue Haltestelle auf Eis. Allerdings nicht lange.

Die Stadt beschloss, das Budget für den neuen Bushalt auf 376.000 Euro zu erhöhen. Darin sollen nun alle Leistungen enthalten sein. Die Stadt erklärte, sie habe Ende 2016 „exorbitante Kostensteigerungen bei Straßenbaumaßnahmen“ festgestellt. Da man noch nicht wisse, ob dies eine grundsätzliche Preisentwicklung sei, habe man das Budget entsprechend dem Ausschreibungsergebnis angepasst. Ob das Projekt jetzt überhaupt noch wirtschaftlich ist, bleibt dahingestellt.
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