Bund der Steuerzahler NRW - Bei den Wohnnebenkosten liegt Düsseldorf im Mittelfeld

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06.07.2018

Bei den Wohnnebenkosten liegt Düsseldorf im Mittelfeld

Neues BdSt-Ranking der Landeshauptstädte zeigt Unterschiede bei Wohnnebenkosten


(Foto: BdSt NRW)
Die Einwohner von Berlin (West) werden am stärksten mit Wohnnebenkosten belastet, im rheinland-pfälzischen Mainz ist es am preiswertesten. Düsseldorf liegt im Mittelfeld. Das teils erhebliche Kostengefälle legt ein neues Ranking offen, für das der Bund der Steuerzahler (BdSt) alle 16 Landeshauptstädte unter die Lupe genommen hat.

Düsseldorf. Der detaillierte BdSt-Check der Wohnnebenkosten für die Jahre 2016 bis 2018 vergleicht die Entwicklung, wie stark die Bürger quer durch Deutschland belastet werden. „Der Staat ist ein wesentlicher Wohnkostentreiber – und das steht im Gegensatz zu staatlichen Programmen, die den Menschen helfen sollen, sich Wohneigentum zu schaffen“, betont Eberhard Kanski, stellvertretender Vorsitzender des BdSt NRW. Schon beim Kauf einer Immobilie langt der Fiskus mit der Grunderwerbsteuer zu, Jahr für Jahr kommen dann weitere Belastungen hinzu.

Bei seinem Ranking hat der Verband die Belastung durch sechs verschiedene Wohnnebenkosten für einen Drei-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus ermittelt: Im Einzelnen sind das die Trinkwasserpreise, die Abfall-, Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren sowie die Grundsteuer und der Rundfunkbeitrag. Mit Gesamtkosten von 1.424 Euro im Jahr 2018 ist Mainz demnach am günstigsten, während Berlin (West) mit 2.228 Euro im selben Jahr auf dem letzten Platz landet. In Düsseldorf liegen die Wohnnebenkosten bei bei rund 1.742 Euro und damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt (knapp 1.780 Euro). Zugleich ist Düsseldorf Trend-Sieger mit einem Kostenrückgang von 41 Euro gegenüber dem Jahr 2016. Im Vergleich zu 2016 sind neun Landeshauptstädte teurer und fünf Landeshauptstädte günstiger geworden.

Neben diesem Ranking sind zum Beispiel noch die Strom- und Gaskosten zu berücksichtigen. Sie schlagen mit rund 2.000 Euro im Jahr zu Buche. Auch hier wirkt der Staat als Preistreiber. Beim Strom machen Steuern und staatliche Abgaben mehr als die Hälfte der Kosten aus.

Problem Grundsteuer

Bei den einzelnen Wohnnebenkosten sind teilweise erhebliche Kostenunterschiede festzustellen. Besonders ausgeprägt sind die Unterschiede bei der Grundsteuer, wo die Jahresbelastung für unseren Drei-Personen-Haushalt von 296 Euro in der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg bis 1.050 Euro in Hamburg reicht. Düsseldorf ist mit rund 572 Euro knapp überdurchschnittlich.

Dieses Kostengefälle verdeutlicht die verfassungswidrigen Verzerrungen im geltenden Grundsteuerrecht: So wird derzeit bei der Berechnung der Grundsteuer in den neuen Bundesländern auf die Wertverhältnisse des Jahres 1935, in den alten Bundesländern hingegen auf die Wertverhältnisse des Jahres 1964 abgestellt. Deshalb differenziert das BdSt-Ranking hier sowie auch in der Gesamtbetrachtung zwischen Berlin (Ost) und Berlin (West).

Eine Reform der Grundsteuer ist erforderlich, weil das Bundesverfassungsgericht die geltenden Bewertungsregeln verworfen hat. Der Bund der Steuerzahler schlägt dazu ein einfaches Flächenmodell vor, das auf Grundstücksgröße sowie Wohnfläche basiert. Die Vorteile: Das Modell ist für die Bürger einfach nachvollziehbar und für die Verwaltung gut umsetzbar.

Den ganzen BdSt-Vergleich finden Sie hier.

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(Foto: ullrich/fotolia)
Die Zusammenstellung und Ausarbeitung dieser Daten sowie die Analyse der Ergebnisse sind sehr zeit- und arbeitsintensiv. Damit wir diese Leistung auch in Zukunft erbringen können, brauchen wir Ihre Hilfe: Unterstützen Sie uns und unsere Arbeit bitte mit einer Spende.
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