Bund der Steuerzahler NRW - Bad Berleburg will Goetheplatz umgestalten


20.12.2017

Bad Berleburg will Goetheplatz umgestalten


(Foto: NRW Nachrichten)
Für rund 1,4 Millionen Euro will Bad Berleburg den Goetheplatz vor dem Schloss umgestalten. Kann man machen. Aber muss das wirklich sein?

Bad Berleburg Der Goetheplatz in Bad Berleburg ist ein Platz, wie es ihn in der Art wohl überall in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus gibt: Mit Bänken lädt er zum Verweilen ein, Bäume spenden im Sommer Schatten, ein kleines Wasserspiel wertet ihn auf, an seinem Rand gibt es Parkplätze. Er reißt den Betrachter nicht zu Begeisterungsstürmen hin, aber niemand muss sich bei seinem Anblick mit Grausen abwenden. Er ist passabel, er ist zweckmäßig, er ist weitgehend gut in Schuss.

Doch das reicht der Stadt Bad Berleburg nicht. Sie will den Goetheplatz neu gestalten, um so zur „Belebung und Erlebbarkeit des historischen Alten Marktes für Jung und Alt“ beizutragen. Zudem soll die Neugestaltung die Verkehrssituation rund um den Goetheplatz verbessern. Um das zu erreichen, will die Stadt Fahrspur und Fußgängerbereiche bodengleich gestalten und so eine Verkehrsberuhigung erzielen. In vier Werkstattverfahren wurden unterschiedliche Ideen und Konzepte diskutiert.

Kritik an der Planung

Trotz dieser Form der Bürgerbeteiligung gibt es kritische Stimmen zu dem Projekt. 1,4 Millionen Euro soll die Neugestaltung des Goetheplatzes kosten. Da diese Neugestaltung in die Regionale-Projekte „Bad Berleburg – Meine Heimat 2020“ und „Märkte in Südwestfalen“ eingebettet ist, zahlt 70 Prozent das Land aus Städtebaufördermitteln, die restlichen 30 Prozent muss Bad Berleburg selbst aufbringen.

So führt das „süße Gift“ Subventionen dazu, dass etwas durchaus Gutes vielleicht besser, zumindest aber anders gemacht wird. Das Land NRW täte gut daran, seine Fördertöpfe sehr kritisch auf Prioritäten zu überprüfen. Im Zweifelsfall ist der Erhalt von Infrastruktur wichtiger als ihre bloße Aufhübschung.
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