Bund der Steuerzahler NRW - Ausbildungskosten: BFH stimmt Bund der Steuerzahler zu

Service > Musterklagen
18.06.2009

Ausbidlungskosten: BFH stimmt Bund der Steuerzahler zu

Musterverfahren des Verbandes hat Erfolg.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat heute seine Entscheidung zu dem vom Bund der Steuerzahler (BdSt) unterstützten Musterverfahren zu den Erststudienkosten mitgeteilt (Az.: VI R 14/07). Die obersten Steuerrichter hoben die Entscheidung des Niedersächsischen Finanzgerichts auf. Sie erklärten mündlich, dass der Kläger seine Aufwendungen für sein Studium als unbegrenzte Werbungskosten geltend machen kann.

München. Der Bund der Steuerzahler hat einen Teilerfolg bezüglich der Ausbildungskosten errungen: In dem vom Verband unterstützten Musterverfahren hat der Bundesfinanzhof (BFH) zugunsten des Klägers entschieden. Nach dem Urteil sind nun die Aufwendungen für ein Erststudium zumindest dann als unbegrenzte Werbungskosten absetzbar, wenn dem Studium eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausging.

Grundlage der Entscheidung war der Fall, dass ein Steuerzahler nach abgeschlossener Berufsausbildung ein Lehramtsstudium aufgenommen hatte. Die Aufwendungen für dieses Studium wollte das Finanzamt lediglich als Sonderausgaben bis zu einem Betrag von maximal 4.000 Euro im Jahr anerkennen. Dieser Auffassung folgte der BFH nicht. Nun muss das Finanzgericht in Niedersachsen die Sache, nach Maßgabe der richterlichen Vorgaben des BFH, erneut verhandeln.

"Auch wenn die Urteilsgründe noch nicht in schriftlicher Form vorliegen, dürfte die Entscheidung für viele Steuerzahler ein positives Signal setzen", ist Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler überzeigt. Ob die Entscheidung des BFH auch Indizwirkung für klassische Erststudienfälle – also für die Aufnahme eines Studiums direkt nach dem Abitur – hat, kann erst nach Vorliegen der schriftlichen Urteilsgründe eingeschätzt werden.
Suche
Staatsverschuldung in NRW
0
Zuwachs / Sekunde
0
Schulden / Kopf
0