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05.08.2009
Düsseldorf. „Rahn sollte schießen“, soll auf der ersten Brücke stehen, auf der zweiten Brücke folgt „Rahn schießt“ und auf der dritten Brücke, die in Essen über die A 40 verläuft, soll schließlich „Tor, Tor, Tor“ zu lesen sein. Und das ist nur eine von vielen Ideen. Denn alle Autobahnen Nordrhein-Westfalens sollen sich optisch verändern - sollen schöner, abwechslungsreicher werden. „Lärmschutzwände sollen künstlerisch gestaltet werden, die Straßenbegrünung soll abwechslungsreicher werden und ab und an sind künstlerische Elemente vorgesehen“, erklärte NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper am 3. August 2009 in einem Beitrag des WDR. Die A 42 soll im Rahmen des Kulturhauptstadtjahrs 2010 gar zur „Parkautobahn“ werden. Das Ziel dieser Aktion: Die Monotonie der Autobahn soll aufgebrochen werden, für mehr Aufmerksamkeit bei den Autofahrern sorgen und damit Unfälle vermeiden.
Die Einwände der Bürger und des Bundes der Steuerzahler
Klingt sehr vernünftig. Dennoch hat der Bund der Steuerzahler NRW (BdSt NRW) erhebliche Einwände. Denn an den Plänen gibt es einiges auszusetzen. Da wären zum Beispiel die Kosten: Während es die von Lienenkämper angesprochenen bunten Pflanzen noch relativ günstig gibt, dürften spätestens die deutlich intensivere Pflege von "Parkpflanzen" und erst recht die Kunst-Skulpturen ordentlich ins Geld gehen. „Hinzu kommt, dass es nach unserer Erfahrung, immer dann, wenn die öffentliche Hand Geld in die Hand nimmt, teurer wird, als ursprünglich gedacht“, erklärte Bärbel Hildebrand, Pressesprecherin des BdSt NRW, im genannten WDR-Beitrag.
Weiter gäbe es sicherlich dringendere Projekte, in die das Geld gesteckt werden könnte – beispielsweise die Sanierung unzähliger Fahrbahndecken, deren Schäden ebenfalls zu Unfällen führen, so die Pressesprecherin. Ebenso sahen es zahlreiche Bürger, die von den Medien zu diesem Thema befragt wurden.
Der Bund der Steuerzahler hat aber noch einen anderen Einwand: Eine neue Gestaltung des Fahrbahnrandes erhöht zwar die Aufmerksamkeit. Doch für Pendler, die täglich die gleiche Strecke zurücklegen, sind diese Neuerungen ganz schnell ein „alter Hut“ und schon ist die Monotonie zurück – dafür aber viel Geld weg.
Weniger Unfälle durch buntere Autobahnen?
Was Skulpturen und Co. bringen bleibt abzuwarten. Sicher ist: Sie kosten viel Geld.Die Einwände der Bürger und des Bundes der Steuerzahler
Klingt sehr vernünftig. Dennoch hat der Bund der Steuerzahler NRW (BdSt NRW) erhebliche Einwände. Denn an den Plänen gibt es einiges auszusetzen. Da wären zum Beispiel die Kosten: Während es die von Lienenkämper angesprochenen bunten Pflanzen noch relativ günstig gibt, dürften spätestens die deutlich intensivere Pflege von "Parkpflanzen" und erst recht die Kunst-Skulpturen ordentlich ins Geld gehen. „Hinzu kommt, dass es nach unserer Erfahrung, immer dann, wenn die öffentliche Hand Geld in die Hand nimmt, teurer wird, als ursprünglich gedacht“, erklärte Bärbel Hildebrand, Pressesprecherin des BdSt NRW, im genannten WDR-Beitrag.
Weiter gäbe es sicherlich dringendere Projekte, in die das Geld gesteckt werden könnte – beispielsweise die Sanierung unzähliger Fahrbahndecken, deren Schäden ebenfalls zu Unfällen führen, so die Pressesprecherin. Ebenso sahen es zahlreiche Bürger, die von den Medien zu diesem Thema befragt wurden.
Der Bund der Steuerzahler hat aber noch einen anderen Einwand: Eine neue Gestaltung des Fahrbahnrandes erhöht zwar die Aufmerksamkeit. Doch für Pendler, die täglich die gleiche Strecke zurücklegen, sind diese Neuerungen ganz schnell ein „alter Hut“ und schon ist die Monotonie zurück – dafür aber viel Geld weg.






