Warstein verkauft Kapelle unter Wert
Nachgehakt: Der Fall aus dem Schwarzbuch 2008 - so ist er ausgegangen. 
Inzwischen dürfte die ehemalige Friedhofskapelle in Warstein bewohnt sein. Gute Nachrichten von der Friedhofskapelle in Warstein: Es hat sich ein Käufer gefunden. Die weniger gute Nachricht: Der Verkaufspreis liegt deutlich unter den Baukosten und damit bleibt die Kapelle ein Fall von Steuergeldverschwendung.
1998 hatte die Stadt für 473.000 Euro den Friedhof „Im Bodmen“ angelegt und für weitere 531.000 Euro eine Kapelle errichtet. Beides eine Fehlplanung. Denn aufgrund des Trends zu kleineren Grabformen – der 1998 bereits absehbar war – wurden bis 2008 nur einige Dutzend Gräber des neuen Friedhofs belegt und die Kapelle kaum genutzt. Also versuchte die Stadt, die Kapelle zu verkaufen. Ein Käufer fand sich zunächst jedoch nicht. Dafür wurde der Bund der Steuerzahler auf den Fall aufmerksam und nahm ihn im Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung 2008“ auf.
Nun aber hat sich ein Käufer gefunden. Nach Angaben der Medien soll er rund 130.000 Euro für die Kapelle nebst Glockenturm gezahlt haben. Danach hätte die Stadt einen Verlust von rund 400.000 Euro gemacht. Eine Anfrage des Bundes der Steuerzahler nach der genauen Summe, ist bereits an die Stadt gegangen. Eine Antwort liegt noch nicht vor. Sollte die Summe stimmen, bleibt für den Steuerzahler festzuhalten: 130.000 Euro sind besser als nichts, trotzdem sind 400.000 Euro, die verschwendet wurden, schlicht 400.000 Euro zuviel.





