Bund der Steuerzahler NRW - Sturmschäden geltend machen

Steuer > Urteile und Änderungen
03.08.2016

Sturmschäden geltend machen


Ein Sturm braut sich zusammen.
Überflutete Terrassen, verwüstete Gärten, umgestürzte Bäume auf dem Gehweg – Unwetter haben in manchen Landstrichen hohe Schäden angerichtet. Hinzu kommt, dass Gärtner für die Entsorgung von Ästen und Bäumen und für die Herrichtung von Gärten bezahlt werden müssen.

Ein kleiner Trost: Die hierdurch entstehenden Kosten können in der Steuererklärung geltend gemacht werden. 20 Prozent der Kosten, höchstens 4.000 Euro im Jahr, sind für haushaltsnahe Dienstleistungen in der Steuererklärung abzugsfähig. Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs gehört zu einem Haushalt auch der Gehweg vor dem Haus.

Steuerzahler können also die Kosten für das Zersägen und die Beseitigung des Grünschnitts und anderer Gegenstände nicht nur auf ihrem Grundstück, sondern auch auf dem davor liegenden Gehweg in der Steuererklärung geltend machen. Auch die Wiederherrichtung des durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogenen Gartens lässt sich ansetzen.

Damit diese Kosten anerkannt werden, sind aber einige Spielregeln einzuhalten. So muss der Grundstücksbesitzer oder eine Wohnungseigentümergemeinschaft der Auftraggeber sein. Materialkosten werden nicht berücksichtigt, wohl aber die Personalkosten. Sie sind deshalb gesondert in der Rechnung auszuweisen. Außerdem muss das Geld auf das Konto des Gärtners eingezahlt werden.

Bestellen Sie die kostenlose BdSt-Broschüre „Hilfen und Handwerker in Haus und Garten“ unter 0211/99 175-18 oder per E-Mail: steuern@steuerzahler-nrw.de
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