Bund der Steuerzahler NRW - Plattform in Essen verhindert

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13.02.2017

Plattform in Essen verhindert

Vergangenen Monat appellierte der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen an die Essener Politiker die umstrittene Ela-Plattform im Schellenberger Wald nicht zu bauen. Nun hat der zuständige Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung die Ela-Plattform einstimmig (bei zwei Enthaltungen) abgelehnt.

Die Aussichtsplattform, die 50.000 Euro gekostet hätte, sollte an den Sturm Ela von Pfingsten 2014 erinnern. Von einem 20 Meter langen Steg sollte es eine gute Sicht geben auf ein stark geschädigtes Waldstück und auch auf den Baldeneysee. Informationstafeln sollten den Zustand vorher und nachher dokumentieren und weitere Infos zu den Sturmschäden bieten.

Der Bund der Steuerzahler NRW, als scharfer Kritiker von Aussichtsplattformen, –stegen und Skywalks bekannt, kritisierte die Pläne als reine Steuergeldverschwendung. Entlang vieler Wanderwege und von bereits bestehenden Aussichtspunkten seien Sturmschäden zu sehen und Seeblick möglich. Eine teure Plattform für Klimakatastrophentouristen brauche es da nicht.

Das Essener Bürgerbündnis, der Verkehrsclub Deutschland und die untere Landschaftsbehörde argumentieren ähnlich und kritisierten die geplante Plattform ebenfalls öffentlich.

Erfreulich, dass die Botschaft aller Kritiker angekommen ist und die überflüssige Aussicht rechtzeitig gestoppt wurde. Es ist ein gutes Zeichen, dass Politiker auf Kritik reagieren, anstatt stur ihre Pläne zu verfolgen.
Allerdings sind zur Grünen Hauptstadt 2017 in Essen weitere Aussichtspunkte im Gespräch. Der BdSt NRW wird die Planungen weiterhin kritisch beobachten.

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