Aktuelle Fälle
Essen kriegt die Kurve nicht
540.000 Euro kostet der neue Rathauseingang. Er könnte noch teurer werden. 
(Foto: Georg Oligmüller) Essen muss sparen – und leistet sich trotzdem einen teuren Eingang für sein Rathaus. Mehr dazu
Neue Mehrzweckhalle trotz hoher Schulden und Zweifel am Bedarf
Der Overather Stadtrat hat den Bau einer Zweifachturnhalle beschlossen – dabei kann sich die Stadt weder Bau noch Folgekosten nicht leisten.Obwohl die Stadt Overath in tiefroten Zahlen steckt, hat der Stadtrat einen Dringlichkeitsantrag zugestimmt und damit den Bau einer Mehrzweckturnhalle beschlossen. Zwei Millionen Euro wird sie dafür aufbringen müssen plus die jährlichen Folgekosten in Höhe von mindestens 200.000 Euro – Geld, das die Stadt schlicht nicht hat. Ebenso spricht gegen den Neubau, dass es im Nachbarort bereits eine Mehrzweckhalle gibt, die auch von den Overathern genutzt werden könnte. Das funktioniere aber nicht, meint der Bürgermeister. Eine Bürgerinitiative und auch der Bund der Steuerzahler NRW sehen es ganz anders. Mehr dazu
Verschwendungsfälle quer zur Sieg
Die Stadt Hennef hat neue „Touristenattraktionen“ – ob drei von ihnen ihr Geld wert sind, darf jedoch bezweifelt werden. 
(Foto: BdSt NRW) Das Land und die Stadt Hennef möchten die Siegschleife für Touristen attraktiver machen und haben dazu mehrere Kulturprojekte in Angriff genommen. Unter anderem wurde für insgesamt 130.000 Euro ein Aussichtssteg zu einem verrosteten Mühlrad ohne Mühle gebaut, eine Schlossmauer freigelegt, dessen Schloss man jedoch nicht besichtigen darf, und ein Brunnenplatz erbaut sowie erschlossen, der jedoch kaum zu finden ist. Für den Bund der Steuerzahler NRW macht das drei Mal Steuergeldverschwendung quer zur Sieg. Mehr dazu
Der Bund und die Broschürenflut
Das Info-Material der Ministerien ist riesig, die Kosten dafür auch, der Informationswert leider nicht. 
(Foto: BdSt Deutschland) Keine Frage: Dass die Bundesministerien die Bürger über ihre Arbeit, ihre Pläne und über einzelne Maßnahmen informieren, ist in einer Demokratie richtig und wichtig. Wer sich aber die unzähligen Broschüren, Anzeigen, Filme, Ausstellungen und CD-Roms genauer ansieht, die innerhalb eines Jahre herausgegeben werden und insgesamt rund 40 Millionen Euro kosten, der muss feststellen: Vieles davon ist unnötig wie ein Kropf und das Geld dafür ist schlicht verschwendet. Mehr dazu
Kulturplatz Leo - alles andere als ein Brüller
Die Gestaltung des Platzes in Castrop-Rauxel fiel teurer aus als geplant und der Platz wird kaum genutzt. 
(Foto: BdSt NRW) Die Innenstadt von Castrop-Rauxel ist seit einiger Zeit um eine Kultureinrichtung reicher: auf dem Schulhof des städtischen Gymnasium gibt es eine Theaterarena. Für 350.000 Euro, finanziert vom Land, wurde sie gebaut. Das Ziel: Sie sollte die Innenstadt lebendiger machen. Doch dieses Ziel ist wahrlich verfehlt. Denn maximal zehn Mal pro Jahr darf in der Arena eine Veranstaltung stattfinden. Und auch in anderer Hinsicht ist die Arena mit dem Namen "Kulturplatz Leo" alles andere als ein Brüller. Mehr dazu
Aussichtsplattform mit magnetischer Wirkung?
Ein Skywalk soll im Kreis Höxter für mehr Touristen sorgen – doch an diesen Erfolg gibt es erhebliche Zweifel.
Seltene Orchideen-Buchenwälder, bizarre Felsformationen und eine riesige Artenvielfalt. All das bietet die Landschaft im Kreis Höxter. Leider zieht das allein aber wenig Touristen an. Ein sogenannter Skywalk soll das ändern, und Besucher in Scharen anlocken. Doch im Gegensatz zu seinem Namenswetter aus den USA handelt es sich bei dem Bauvorhaben im Kreis Höxter mehr oder weniger nur um eine Aussichtsplattform, die wohl kaum wie der Skywalk im Grand Canyon zu Besucherströmen führen wird. Mehr dazu
Finnentrop: Kein Anschluss an diese Brücke
Sie sollte den Verkehr entschärfen, statt dessen ragt eine Brücke noch vier Jahre lang ins Leere.
Seit Jahrezehnten leidet die Gemeinde Finnentrop im Kreis Olpe unter einem Bahnübergang. Ebenso lange wurde nach einer Lösung gesucht, Pläne geschmiedet und wieder verworfen. Nun gab es einen Lichtblick: Es wurde tatsächlich eine Brücke gebaut, die den Verkehr umleiten sollte. Sie ist inzwischen auch fertig. An dem Problem Bahnübergang hat sich aber nichts geändert. Denn eine Oberleitung der Bahn verhindert den Anschluss der Brücke an die Umgehungsstraße. Mehr dazu
Krefeld: Am Bockumer Platz droht Verschwendung
Abbiegespur soll nach dreijähriger Schließung wieder geöffnet werden.
Die Bürger in Krefeld sind alarmiert: Es droht eine Verschwendung ihrer Steuergelder. Drei Jahre ist es her, dass die Rechtsabbiegespur am Bockumer Platz gesperrt und für 12.650 Euro ein Grünstreifen angelegt wurde. Ein Probelauf habe gezeigt, dass diese Sperrung zu keinen Verkehrsbehinderungen führe und der Platz damit schöner gestaltet werden könne, so die Verwaltung. Nichts desto trotz soll die Sperrung jetzt für 30.000 Euro wieder rückgängig gemacht werden. Ob es dazu kommt, entscheidet nun die Bezirksregierung, die von den Bürgern eingeschaltet wurde. Mehr dazu
Beamter in Löhne - ein lohnender Job
Eine Beförderung kostet die Steuerzahler viel Geld, den Beamten aber nur wenige Monate Mehrarbeit. 
Rathaus Löhne (Foto: BdSt NRW) Die Stadt Löhne hat ihre Verwaltung neu strukturiert. Allgemein erwartet man in solchen Fällen, dass dies mit einer Reduzierung des Personals und folglich auch mit einer Reduzierung der Personalkosten einhergeht. Doch das Gegenteil ist der Fall. Besonders ärgerlich ist die Beförderung eines Beamten - denn er wird nur wenige Monate sein neues Amt ausüben, aber bis zu seinem Lebensende eine höhere Pension erhalten. Mehr dazu
Milchmädchenrechnung in Kreuztal
Wahlbeamte zwar reduziert, doch es entstehen weiterhin Kosten ohne Gegenleistung. 
(Foto: Michael Kempf, Fotolia) Die Stadt Kreuztal hat zwei Wahlbeamte weniger, der Kämmerer und die Sozialdezernentin wurden abgewählt. Damit sind die Personalkosten zurückgegangen, rechnet die Stadt ihren Bürgern vor. Was sie nicht sagt: die beiden Ex-Wahlbeamte erhalten noch bis zum Ende ihrer offiziellen Amtszeit 75 Prozent ihrer Bezüge – nun allerdings ohne dass sie dafür eine Gegenleistung erbringen müssen. Diese Leistung wiederum müssen nun andere erbringen, die als Ausgleich ein höheres Gehalt bekommen. Wirkliches Sparen sieht anders aus. Mehr dazu




